[Julhiet Sterwen Barometer 2023] Welche Auswirkungen hat hybrides Arbeiten auf Unternehmen?

80 % der Mitarbeitenden in großen französischen Unternehmen haben inzwischen die Möglichkeit, im hybriden Modus zu arbeiten¹, d. h. einen oder mehrere Tage pro Woche im Homeoffice zu arbeiten und den Rest der Zeit ins Büro zu kommen. Dies stellt im Vergleich zur Zeit vor Covid-19 einen erheblichen quantitativen Fortschritt dar. Allerdings ist hybrides Arbeiten nicht ohne Auswirkungen auf die Unternehmen, die vor zahlreichen Herausforderungen stehen. Die wichtigste? Es gelingt, eine nahtlose phygitale Mitarbeitererfahrung zu schaffen, die physische und digitale Arbeitsumgebungen vereint.
Was denken Mitarbeitende und Manager über die Veränderungen in ihrem Unternehmen? Wie wirkt sich hybrides Arbeiten auf ihren Alltag aus? Und welche Tools und Best Practices sind einzuführen, um Homeoffice und Büroarbeit bestmöglich zu kombinieren?
Darum geht es in dem Phygital Workplace Barometer 2023 der IFOP vom Dezember 2022 für Julhiet Sterwen, das sich auf Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden konzentriert. Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Zahlen der Studie sowie eine Analyse der Ergebnisse aus einem Gespräch mit David Gautron, Partner und Leiter der Expertise Phygital Employee Experience bei Julhiet Sterwen.

Eine von Mitarbeitenden und Managern unterschiedlich erlebte Transformation
Die Auswirkungen hybrider Arbeit sind nicht für alle gleich. Mitarbeitende und Manager haben zu mehreren Themen unterschiedliche Standpunkte. Wenn man sie fragt, ob sie das Gefühl haben, mit der digitalen Transformation eine Revolution zu erleben, antworten 74 % der Manager mit Ja, gegenüber 51 % der Mitarbeitenden.

Ebenso schätzen 72 % der Manager, dass hybrides Arbeiten positive Auswirkungen für sie hat, während nur 57 % der Nicht-Manager dieses Gefühl haben. Manager sind auch überzeugt, dass es ihnen gelingt, engere Beziehungen zu ihren Teams aufzubauen, während 20 % der Mitarbeitenden angeben, dass dies tatsächlich der Fall ist.
Der Wahrnehmungsunterschied ist besonders ausgeprägt beim Thema Vertrauen, das bei 87 % der Manager vorhanden ist, aber nur bei 60 % der Mitarbeitenden.
Für David Gautron, Partner bei Julhiet Sterwen, erklärt sich diese Divergenz der Standpunkte durch eine Desynchronisierung zwischen Managern und Mitarbeitenden.

Manager müssen sich mit ihren Teams daher erneut mit den Grundlagen ihrer eigenen Funktionsweise auseinandersetzen:
- Was ist ihr typischer Tag/ihre typische Woche?
- Welche Tools benötigen sie, um ihre Arbeit zu erledigen?
- Wann arbeiten sie bevorzugt remote, im Büro oder mobil?
- Haben wir Aktivitäten, die remote-anfälliger sind als andere?
Indem sie diese bescheidene Haltung als Moderatoren und Ressourcenpersonen einnehmen, können Manager teilweise Vertrauensbeziehungen (wieder)herstellen oder stärken und die manchmal wachsende Kluft zwischen sich und ihren Teams überbrücken.
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Ist hybrides Arbeiten zur Norm für Unternehmen geworden?
Ein gut etabliertes Modell…
Drei Jahre nach Beginn der Covid-19-Krise setzt sich hybrides Arbeiten weiter fort und wird zunehmend organisiert. 64 % der befragten Unternehmen verfügen über eine Homeoffice-Vereinbarung.
Ergebnis: Mit der Zeit ist Homeoffice fest im Alltag verankert. Die Mitarbeitenden zeigen denn auch eine klare Präferenz dafür. Sie geben an, dass sie zu Hause konzentrierter (45 %), effizienter (54 %) und kreativer (33 %) sind als im Büro. Und dies unabhängig von der Art des Büros, ob Einzelbüro, geteilter Arbeitsplatz oder Großraumbüro.


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…aber nicht alle Mitarbeitenden sind betroffen
Allerdings ist hybrides Arbeiten noch weit davon entfernt, für alle Mitarbeitenden zur Norm zu werden. Laut dem Barometer sagen 56 % von ihnen, dass Homeoffice sie nicht betrifft. Meistens sind diejenigen, die nicht im Homeoffice arbeiten, durch Tätigkeiten eingeschränkt, die diese Arbeitsweise schlicht nicht erlauben.

Tatsächlich „sind bestimmte Tätigkeiten remote-robuster als andere", erklärt David Gautron. „Frontliner – d. h. Mitarbeitende, die vor Ort tätig sind – können oft technisch gesehen nicht im Homeoffice arbeiten. Ein wesentliches Reflektionsthema ist, diese Berufsbilder mit neuen Augen zu betrachten und die Nutzung von Mobile First neu zu denken, um so vielen Menschen wie möglich diese Möglichkeit zu bieten, wenn dies möglich ist."
Wie schafft man eine erfolgreiche phygitale Mitarbeitererfahrung?
Eine möglichst nahtlose Arbeitserfahrung zu bieten erfordert eine Wiederaneignung der Mitarbeiterreise aus phygitaler Sicht : Das ist die Herausforderung der Organisationen heute! Um dieser Herausforderung zu begegnen, gilt es, die Komplementaritäts-, Modularitäts- und sogar Reversibilitätseffekte zu analysieren, die eine hybride Arbeitsumgebung erzeugt – unter Einbeziehung der Mitarbeitenden in die Neudefinition ihrer praktischen Modalitäten.

Das Büro neu beleben
Inzwischen an Homeoffice gewöhnt, betrachten viele Mitarbeitende die Rückkehr ins Büro als Pflicht. 48 % derjenigen, die vor Ort arbeiten, geben an, dies zu tun, weil sie nicht im Homeoffice arbeiten können, und 25 % müssen bestimmte Tage ins Büro, um ihr Team zu treffen. Für andere können die Einschränkungen auch mit dem Ausstattungsniveau zusammenhängen, das manchmal noch besser ans Büro als ans Homeoffice angepasst ist.

28 % schätzen jedoch die soziale Dimension des Büros, die es ihnen ermöglicht, sich mit Kollegen auszutauschen und zu sozialisieren.
Damit die Rückkehr ins Büro nicht mehr als Einschränkung wahrgenommen wird, müssen Unternehmen den Mitarbeitenden hochwertige Ausstattung und Dienstleistungen zur Verfügung stellen, aber ihnen auch einen sozialen Mehrwert bieten, den sie im Homeoffice nicht finden. Dafür empfiehlt David Gautron, die Beziehung mit dem Mitarbeitenden im Büro wieder zu einem Ereignis zu machen, zu dem man seltener, aber mit dem Ziel eines „emotional" bereicherten Erlebnisses kommt.

Digitale Nutzungsweisen begleiten
Eine Demokratisierung der kollaborativen Tools…
Digitale Tools – und insbesondere kollaborative Tools – spielen eine Schlüsselrolle in der Mitarbeitererfahrung. Mit der Entwicklung hybrider Arbeit sind sie im Unternehmen naturgemäß unverzichtbar geworden.
45 % der Mitarbeitenden geben an, diese Tools seit ein bis drei Jahren zu nutzen, um effizient, überall und sicher arbeiten zu können. Nach dem ATAWAD-Prinzip entsteht so das Bedürfnis nach einem SATAWADAC Digital Workplace (Secure AnyTime AnyWhere Any Device). Diese Zahl zeigt deutlich, dass die Hybridisierung einen beispiellosen Einfluss auf unsere Arbeitsweisen hat!
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All-in-One-Kollaborationsplattformen wie Talkspirit können besonders nützlich sein, um Ihre Mitarbeitenden und Manager zusammenzubringen und die kollaborative Fernarbeit zu erleichtern. Ihr wichtigster Vorteil? Kein Bedarf, mehrere Tools gleichzeitig zu nutzen – alles ist an einem Ort verfügbar 🙌.
…aber eine digitale Kluft zu überbrücken
Trotz einer beschleunigten digitalen Transformation bleiben die digitalen Nutzungsweisen in vielen Unternehmen heterogen. Um diese interne digitale Kluft zu verringern, ist es daher wichtig, den Mitarbeitenden eine personalisiertere Begleitung anzubieten (z. B. durch Tutorials, Coaching, Schulungen usw.), die sich an die Bedürfnisse jedes Berufsbildes anpasst.
Eine verstärkte Begleitung wird auch dazu beitragen, die Zufriedenheit der Mitarbeitenden mit ihren digitalen Tools zu verbessern, die noch nicht vollständig vorhanden ist (nur 51 % erklären sich vollständig zufrieden mit ihren Tools).
Den Mitarbeitenden in den Mittelpunkt des Ansatzes stellen
Das Wichtigste, um eine erfolgreiche phygitale Erfahrung zu schaffen? Den Mitarbeitenden wieder in den Mittelpunkt stellen und ihn in die Organisation hybrider Arbeit einbeziehen. Mehrere Themen können so in Zusammenarbeit mit den Teams besprochen werden, darunter:
- die Tage, die für Präsenzarbeit vs. Homeoffice vorgesehen werden sollen,
- die bevorzugten Zeitfenster für Teamarbeit vs. konzentrationserfordernde Aktivitäten,
- das bevorzugte Format für Meetings,
- Best Practices für asynchrones Arbeiten,
- usw.
Um die Mitarbeitenden einzubeziehen, ist es auch wichtig, regelmäßig ihr Feedback einzuholen, beispielsweise indem man sie einlädt, kurze Umfragen zu Themen zu beantworten, die sie betreffen, oder das jährliche Barometer durch regelmäßige Pulse-Befragungen zu ergänzen
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Fazit
Der positive Einfluss hybrider Arbeit muss nicht mehr bewiesen werden, da er sich verallgemeinert. Dennoch haben Organisationen noch zahlreiche Herausforderungen zu meistern, um die Arbeitserfahrung und die Effizienz der Mitarbeitenden im hybriden Modus zu verbessern. Mehrere Ansätze sind in Betracht zu ziehen, darunter: die Veränderung der Haltung auf Managerseite, die Bewahrung kollektiver Momente in Präsenz, die Bündelung der Kommunikation auf einer einzigen kollaborativen Plattform sowie die Personalisierung der „Mitarbeiterreise".
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In unserem Whitepaper „Zukunft der Arbeit: Platz für hybrides Arbeiten!" erfahren Sie: die 8 Hauptherausforderungen hybrider Arbeit; die Best Practices, die auf Seiten der Manager, der HR-Abteilung, der internen Kommunikation, der IT-Abteilung und der Mitarbeitenden zu übernehmen sind; sowie die Tools, die zur Erleichterung hybrider Arbeit einzusetzen sind.
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