Zukunft der Arbeit

Personalwesen: die 5 Prioritäten für das Jahr 2021 laut Gartner

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Mit der Covid-19-Pandemie haben sich die Prioritäten im Personalwesen grundlegend gewandelt. Neben Rekrutierung und Mitarbeiterbindung müssen HR-Verantwortliche heute die Einführung neuer Arbeitsmodelle begleiten und gleichzeitig die Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen sicherstellen.

Um die HR-Trends im Covid-Zeitalter besser zu verstehen, haben wir eine weltweite Studie des Gartner-Instituts ausgewertet, die zwischen Juni und August 2020 durchgeführt wurde und mehr als 800 HR-Verantwortliche aus allen Branchen befragte.

Diese Studie hat die fünf Prioritäten des Personalwesens für das Jahr 2021 ermittelt:

  • Entwicklung kritischer Kompetenzen
  • Weiterentwicklung der Organisationsstruktur und Change Management
  • Entwicklung von Leadership
  • Vorbereitung auf die „Zukunft der Arbeit"
  • Verbesserung der Mitarbeitererfahrung
Graphique illustrant les 5 priorités des Ressources humaines en 2021 selon Gartner
Quelle: Gartner

1) Kritische Kompetenzen entwickeln

68 % der HR-Verantwortlichen sehen die Entwicklung kritischer Kompetenzen der Mitarbeitenden als Priorität Nr. 1 für 2021. Die Covid-19-Krise hat den Bedarf an Weiterbildung deutlich erhöht: Die befragten HR-Verantwortlichen schätzen, dass mehr als 40 % der Mitarbeitenden nun auf neue Kompetenzen angewiesen sind (insbesondere im Zusammenhang mit der Entstehung des hybriden Arbeitens).

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2 graphiques Gartner de l'étude "5 priorités pour les responsables des ressources humaines en 2021" qui illustre le besoin de compétences lié au Covid-19

Um diese neuen Kompetenzen schnell zu identifizieren und zu entwickeln, müssen Unternehmen ihre Weiterbildungsstrategie dynamisieren. Dieser neue Ansatz kann durch verschiedene Initiativen umgesetzt werden:

  • Ein internes Stakeholder-Netzwerk (außerhalb des HR-Bereichs) aufbauen, das für die Identifizierung von Kompetenzbedarfen zuständig ist.
  • Beschleunigte Weiterbildungsprogramme einführen.
  • Mitarbeitende ermächtigen, indem ihnen relevante Informationen über thematische Gruppen zur Verfügung gestellt werden, die es ihnen ermöglichen, bessere Entscheidungen zu treffen.

Mit einem proaktiven Weiterbildungsansatz schätzt Gartner, dass Unternehmen bis 2021 bereits 75 % der nun notwendigen Kompetenzen bei ihren Mitarbeitenden verankern werden (deutlich mehr als mit klassischen Weiterbildungsansätzen).

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2) Organisationsstrukturen weiterentwickeln und den Wandel gestalten

In den vergangenen Jahren haben viele Unternehmen Workflows eingeführt, um die Arbeitseffizienz zu steigern. Diese Art von Organisationsstruktur wird jedoch den aktuellen Marktanforderungen nicht mehr gerecht und erzeugt Reibungen in den Teams. Aufgrund dieser starren Prozesse sind Mitarbeitende wenig reaktionsfähig und haben Schwierigkeiten, sich schnell an Veränderungen anzupassen.

Nur 19 % der befragten HR-Verantwortlichen berichten, dass die Mitarbeitenden ihres Unternehmens in der Lage sind, den Kurs zu wechseln, wenn sich Bedürfnisse oder Prioritäten verändern. So hat sich laut einer Gartner-Studie vom Oktober 2020 die Fähigkeit der Mitarbeitenden, Veränderungen im Jahr 2020 aufzunehmen, im Vergleich zum Vorjahr halbiert.

Graphique Gartner de l'étude "5 priorités pour les responsables des ressources humaines en 2021", qui montre que peu de collaborateurs de répondre rapidement au changement

Um diese Reaktionsfähigkeit zu verbessern, ist es notwendig, die Organisationsstruktur zu überdenken und flexibler zu gestalten. Im Jahr 2021 möchten 46 % der HR-Verantwortlichen dies zur Priorität machen. Mehrere Maßnahmen können ergriffen werden, um das Change Management zu erleichtern:

  • Die Organisationsstruktur mit aktuellen Praktiken durch kontinuierliche Anpassungen neu ausrichten.
  • Organisationsprinzipien klären, um Aufgaben besser zu priorisieren.
  • Entscheidungen so nah wie möglich an den Endnutzern treffen, um die Ressourcenmobilität zu verbessern.
  • Prozessanpassungen formalisieren, um die Entscheidungsfindung zu beschleunigen.

3) Leadership entwickeln

Fast die Hälfte der HR-Verantwortlichen gibt an, dass die in ihrem Unternehmen eingesetzten Prozesse es nicht ermöglichen, die richtigen Führungskräfte zur richtigen Zeit zu identifizieren. So vertrauen nur 44 % der Mitarbeitenden der Fähigkeit von Unternehmensleitung und Führungskräften, eine Krise effektiv zu managen.

Dieses Vertrauensproblem ist zum Teil auf den Mangel an Diversität im Management zurückzuführen, den 50 % der befragten HR-Verantwortlichen nennen. In US-amerikanischen Unternehmen sind tatsächlich nur 10 % der Senior-Positionen mit Frauen einer ethnischen oder rassischen Minderheit besetzt.

Um diesem Problem zu begegnen, empfiehlt Gartner Organisationen, ein Networking-Programm einzuführen, das mehr Diversität im Netzwerk schafft. Laut Gartner sind Unternehmen, die solche Programme nutzen, 3,4-mal wahrscheinlicher, Talentmobilität zu verbessern.

4) Die „Zukunft der Arbeit" vorbereiten

Mehr als ein Drittel der HR-Verantwortlichen möchte die Zukunft der Arbeit zur Priorität machen. Allerdings geben 62 % zu, dass ihr Unternehmen keine klare Strategie hat, um mit diesem neuen Trend umzugehen.

Die Gesundheitskrise hatte sehr sichtbare Auswirkungen auf unsere Arbeitsmodelle. Laut Gartner haben sich in diesem Jahr mehrere Trends beschleunigt, wie z. B. Fernarbeit, Teilzeitarbeit, aber auch die Erhebung von Mitarbeiterdaten. Außerdem zeigt sich, dass Unternehmen zunehmend in das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden involviert sind.

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Auf Seiten des Personalwesens lautet das neue Gebot, aus den großen Trends die relevantesten zu identifizieren, die zum Kerngeschäft ihres Unternehmens passen, und verschiedene Szenarien zu testen, um Innovationsräume zu schaffen.

Graphique Gartner de l'étude "5 priorités pour les responsables des ressources humaines en 2021", qui montre une étude de cas client sur le futur du travail

5) Die Mitarbeitererfahrung verbessern

Die Mitarbeitererfahrung ist für 28 % der HR-Verantwortlichen eine zentrale Priorität, ebenso wie für 31 % der HRDs und 48 % der Verantwortlichen für Diversität und Inklusion. Die wachsende Verbreitung des hybriden Arbeitsmodells, das 2021 fast 50 % der Mitarbeitenden betreffen dürfte, erschwert jedoch die Aufgabe der HR.

Graphique Gartner de l'étude "5 priorités pour les responsables des ressources humaines en 2021", qui montre l'évolution du nombre de travailleurs hybrides avant et après la pandémie

Um die Auswirkungen von Homeoffice zu reduzieren, müssen Unternehmen die Mitarbeitererfahrung anpassen. Hier sind einige bewährte Vorgehensweisen:

  1. Passen Sie Ihre Rekrutierungs- und Gewinnungsstrategie für Talente an und überarbeiten Sie Ihr Employer-Value-Proposition.
  2. Digitalisieren Sie Ihren Onboarding-Prozess, um Kosten zu senken und die Mitarbeitererfahrung stärker zu personalisieren.
  3. Analysieren Sie Ihre Strategie zum Wohlbefinden am Arbeitsplatz und identifizieren Sie Verbesserungspotenziale.
  4. Erklären Sie Führungskräften, wie sie die Ziele der Mitarbeitenden neu definieren und ergebnisorientiert führen können.
  5. Passen Sie Ihre Vergütungs- und Anerkennungsstrategien an Ihre neuen hybriden Mitarbeitenden an.
  6. Führen Sie Lösungen für Kommunikation und Zusammenarbeit ein, um Ihre Mitarbeitenden zu verbinden.
  7. Nutzen Sie Online-Lernlösungen und aktualisieren Sie Ihre Praktiken im Talentmanagement, sodass sie zu einem hybriden Umfeld passen.

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Das Jahr 2021 bietet dem Personalwesen die Chance, die Kompetenzen der Mitarbeitenden zu entwickeln, die Rollen und Verantwortlichkeiten von Führungskräften weiterzuentwickeln und digitale HR-Strategien einzuführen. Im Zeitalter des hybriden Arbeitens müssen HR-Verantwortliche vor allem Flexibilität priorisieren – eine Schlüsselkompetenz, um in einem unsicheren Umfeld zu navigieren.

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Autorin: Emmanuelle Abensur

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