Zukunft der Arbeit

Die Zukunft der Arbeit in Europa laut McKinsey (2021)

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Emmanuelle Abensur
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Was erwartet uns in der Arbeitswelt der nächsten zehn Jahre? Dieser Frage ist die Unternehmensberatung McKinsey in einem Bericht vom Juni 2020 nachgegangen, der die Auswirkungen der Covid-19-Krise und der neuen Technologien auf den Wandel der Arbeitsweisen untersucht. In diesem Bericht wird aufgezeigt, dass Automatisierung und künstliche Intelligenz die Verteilung der Arbeitsplätze und den Bedarf an Kompetenzen tiefgreifend verändern werden. Als Beleg dafür: 22 % der Arbeitsplätze in Europa (d. h. 53 Millionen) könnten bis 2030 automatisiert werden.

Auf Basis dieser Analyse hat die Strategieberatung die Trends der Arbeitswelt der Zukunft in mehr als 1.000 Städten und Regionen in 27 europäischen Ländern identifiziert. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung dieser Trends sowie mehrere Maßnahmen, die ergriffen werden können, um ihnen zu begegnen.

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Die Auswirkungen von Covid und Automatisierung auf den europäischen Arbeitsmarkt

Gefährdete Arbeitsplätze

Laut McKinsey sind fast 59 Millionen europäische Arbeitsplätze durch die Covid-19-Krise gefährdet – durch Arbeitszeitverkürzungen, Gehaltseinbußen, Kurzarbeit oder Entlassungen.

Drei Sektoren vereinen die Hälfte der in Europa gefährdeten Arbeitsplätze:

  • der Handel (Groß- und Einzelhandel), der allein 25 % der am stärksten gefährdeten Arbeitsplätze ausmacht
  • das Gastgewerbe
  • das Baugewerbe
Selon le rapport sur le futur du travail en Europe de McKinsey, les emplois les plus affectés par la crise de la Covid-19 sont aussi les plus exposé à l'automatisation

Die von der Pandemie am stärksten betroffenen Arbeitsplätze waren bereits diejenigen, die dem Automatisierungsrisiko am stärksten ausgesetzt waren. So sind im Einzel- und Großhandel fast 70 % der bereits durch Automatisierung „gefährdeten" Stellen auch durch die Krise bedroht. Covid-19 könnte daher den Abbau bestimmter Berufe und das Entstehen neuer Tätigkeiten beschleunigen.

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Geringqualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Jugendliche werden am stärksten betroffen sein. Tatsächlich werden 80 % der Arbeitsplätze, die wegfallen oder umgestaltet werden könnten, von Personen ohne Hochschulabschluss besetzt.

Eine veränderte Beschäftigungsstruktur

Auch die Verteilung der Beschäftigung nach Wirtschaftssektoren dürfte sich verändern. In mehr als der Hälfte der Berufe könnten mindestens 30 % der Tätigkeiten mithilfe aktueller Technologien automatisiert werden. Folglich dürften die Arbeitsplätze in den Bereichen Verwaltung, Produktion und Kundendienst in den nächsten Jahren deutlich abnehmen.

Dem Bericht zufolge beschleunigt die Automatisierung den Übergang hin zu wissensintensiven Sektoren wie Bildung, Informations- und Kommunikationstechnologie, Gesundheitsversorgung und Soziales. So dürften MINT-Berufe (Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik), kaufmännische, juristische und medizinische Berufe um mehr als 20 % wachsen – in den nächsten zehn Jahren könnten dadurch rund 4 Millionen Arbeitsplätze entstehen.

Évolution de la répartition des emplois

Fünfzehn Berufe könnten fast 30 % des potenziellen Beschäftigungswachstums auf sich vereinen, darunter Softwareentwicklerinnen und -entwickler, Fachkräfte im Gesundheitswesen und im Marketing.

Neue Kompetenzanforderungen

Die Mehrzahl der Stellen, die bis 2030 besetzt werden, wird ein höheres Qualifikationsniveau als heute erfordern. So werden 21 Millionen europäische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bis 2030 ihren Beruf wechseln müssen, und mehr als 90 Millionen werden im Rahmen ihrer aktuellen Funktion neue Kompetenzen erwerben müssen.

Zwei Arten von Kompetenzen werden besonders gefragt sein:

  • sozio-emotionale Kompetenzen, wie Lehrkompetenz oder Empathie
  • technologische Kompetenzen, wie Programmierung oder Forschung & Entwicklung

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Selon le rapport sur le futur du travail en Europe de McKinsey, la demande de compétences technologiques, sociales et émotionnelles devrait augmenter

Auch Mitarbeitende in rückläufigen Berufen werden diese neuen Kompetenzen entwickeln müssen, um sich weiterzuentwickeln. So könnten beispielsweise Vertriebsmitarbeitende eine spezifische Weiterbildung absolvieren, um in Pflegeberufe oder Betreuungstätigkeiten zu wechseln, die bis 2030 um 25 % wachsen dürften.

Ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften

Nach der Überwindung der Krise könnte Europa mit einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften konfrontiert sein, insbesondere in großen Städten. Ursache hierfür ist der Rückgang der Erwerbsbevölkerung, der zu einem großen Teil auf die demografische Alterung zurückzuführen ist.

Heute hat nur 40 % der europäischen Bevölkerung einen Hochschulabschluss. Das reicht jedoch nicht aus, da 60 % der wachsenden Arbeitsplätze solche Profile erfordern. In den nächsten zehn Jahren wird es daher für Unternehmen schwieriger sein, die benötigten Kompetenzen zu finden, insbesondere in der IT-Branche und im Gesundheitswesen.

Eine zunehmend starke geografische Konzentration der Beschäftigung

Bis 2030 werden Arbeitsplätze zunehmend in Großstädten konzentriert sein. So dürften die 48 größten europäischen Metropolen mehr als 50 % des Beschäftigungswachstums auf sich vereinen, während auf rückläufige Regionen nur 10 % entfallen.

Laut McKinsey leben 40 % der Europäerinnen und Europäer in Regionen, in denen die Zahl der Arbeitsplätze zurückgehen dürfte. Dies betrifft insbesondere Osteuropa, Ostdeutschland, Süditalien und Portugal.

Diese Tendenz könnte jedoch durch den Anstieg von Homeoffice abgemildert werden, der die Attraktivität von Großstädten verringern und geografisch dezentralisiertes Arbeiten fördern könnte.

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Selon le rapport 2020 sur le futur du travail en Europe, d'ici 2030, 40 % des Européens vivront dans des régions avec un marché du travail en déclin

Wie Europa die Herausforderungen der Arbeitswelt von morgen bewältigen kann

Um sich an diese Trends anzupassen und die Arbeitswelt der Zukunft zu gestalten, müssen europäische Unternehmen und Regierungen ihre Bemühungen auf vier wichtige Themenfelder konzentrieren:

Den Kompetenzmangel angehen

Um dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften zu begegnen, müssen Unternehmen zunächst in die Kompetenzentwicklung ihrer Mitarbeitenden investieren. Dazu müssen sie ihre Weiterbildungsprogramme weiterentwickeln und kontinuierliches Lernen in den Mittelpunkt ihrer Unternehmenskultur stellen.

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Die Kompetenzbeurteilung wird ein wichtiger Schritt sein, um Mitarbeitende zu identifizieren, die sich weiterbilden oder gar neu orientieren müssen.

Arbeitgeber können Partnerschaften mit Universitäten eingehen, um Studiengänge zu entwickeln, die auf die Arbeitswelt zugeschnitten sind.

Sie können auch auf digitale Plattformen zurückgreifen, um die Transparenz von Stellenangeboten zu verbessern und berufliche Laufbahnen vorzuschlagen, die den Kompetenzen der Arbeitnehmenden entsprechen.

Neben Weiterbildung und Umschulung wird es notwendig sein, stärker in die Personalgewinnung zu investieren, um Schlüsseltalente zu gewinnen und neue Wege zu finden, unkonventionelle Profile zu identifizieren.

Den Zugang zu Beschäftigung verbessern

In großen Metropolen werden weniger als 60 % der Arbeitsplätze im Jahr 2030 von der aktuellen Bevölkerung besetzt werden können. Um diesen Mangel an Arbeitskräften zu beheben, werden mehrere Millionen Menschen in die Großstädte ziehen müssen, was Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum in städtischen Gebieten erfordert.

Dans les grandes villes européennes, plusieurs initiatives devront être mises en place pour améliorer l'accès à l'emploi

Unternehmen stehen weitere Alternativen offen, um ihren Talentpool zu erweitern:

  • Expansion in andere Regionen
  • Einstellung von Remote-Mitarbeitenden
  • Rückgriff auf Freelancing oder Outsourcing

Einen rückläufigen Arbeitsmarkt stützen

Mehrere Maßnahmen können von europäischen Regierungen ergriffen werden, um den Arbeitsmarkt zu stützen:

  • Schaffung von gezielten Förderprogrammen wie Horizon 2020
  • Bereitstellung wirtschaftlicher Anreize, um Unternehmen zur Verlagerung zu ermutigen
  • Förderung der Investitionen in Bildung und Gesundheitsdienstleistungen
  • Finanzielle Anreize, um qualifizierte ausländische Arbeitskräfte anzuziehen

Die Erwerbsquote steigern

Langfristig besteht die Herausforderung darin, die Erwerbsquote zu steigern, um dem Rückgang der Erwerbsbevölkerung zu begegnen. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, muss Europa bestrebt sein, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen und zu halten, aber auch die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen, Frauen und Jugendlicher zu fördern.

Zwei Optionen können dazu beitragen, Arbeitnehmende länger im Erwerbsleben zu halten:

  • Reform des Rentensystems, z. B. durch Anhebung des Rentenalters
  • Schaffung flexiblerer Teilzeitarbeitsplätze, die Mitarbeitenden einen schrittweisen Übergang in die Rente ermöglichen

Um Frauen zu gewinnen, können Arbeitgeber flexiblere Arbeitszeiten, Teilzeitarbeit, Remote-Arbeit und Kinderbetreuungsangebote anbieten.

Schließlich ist es wichtig sicherzustellen, dass Absolventinnen und Absolventen die Kompetenzen erwerben, die auf dem Arbeitsmarkt tatsächlich gefragt sind. Öffentliche Subventionen können auch an Unternehmen vergeben werden, die sie einstellen, um die Beschäftigung junger Menschen zu fördern.

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In den nächsten zehn Jahren dürften Automatisierung und künstliche Intelligenz zahlreiche Arbeitsplätze schaffen, transformieren und abbauen. Um die Berufe von morgen auszuüben, werden die meisten Mitarbeitenden ihre Kompetenzen weiterentwickeln oder sich sogar vollständig neu orientieren müssen.

Eine Anstrengung, die Unternehmen durch massive Investitionen in Weiterbildung, aber auch in digitale Tools (wie Talkspirit !) unterstützen müssen. Sie können auch Remote-Arbeit, hybrides Arbeiten oder Freelancing fördern, um ihren Talentpool zu erweitern.

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