Zukunft der Arbeit

Wie lassen sich Digital Workplace und Cybersicherheit vereinbaren?

ARTIKEL VERFASST VON
Talkspirit
LESEDAUER
5
Minuten

Im Jahr 2020 verloren französische Unternehmen jährlich rund 1,6 Milliarden Euro durch Cybersicherheitsvorfälle¹. Seit dem Aufkommen der Digitalisierung nehmen Cyberangriffe immer weiter zu, was die IT-Abteilung dazu zwingt, die Sicherheit der Informationstechnologien zu hinterfragen, die jedoch für die kollaborative Arbeit unverzichtbar sind. Heute besteht der Kompromiss darin, eine Plattform zu wählen, die gleichzeitig digital und sicher ist. Viele Unternehmen entscheiden sich daher für den Digital Workplace: einen virtuellen Arbeitsbereich, der alle von den Mitarbeitenden genutzten Anwendungen an einem Ort bündelt und so die Arbeit im Homeoffice erleichtert.

Dennoch müssen dabei die Anforderungen an die Datensicherheit berücksichtigt werden. Schauen wir uns also an, wie Digital Workplace und Cybersicherheit Digital Workplace und Cybersicherheit miteinander in Einklang gebracht werden können.

Nouveau call-to-action

Cybersicherheit – eine wesentliche Frage

85 % der Führungskräfte gaben an, beim Lockdown auf vollständiges Homeoffice vorbereitet gewesen zu sein. Dennoch gaben 98 % an, von den Sicherheitsproblemen, mit denen sie konfrontiert wurden, unvorbereitet getroffen worden zu sein.

Dies sind die Ergebnisse des Berichts „When the world stayed at home" des Unternehmens Tanium, einer Studie, die während des Lockdowns unter französischen, englischen, amerikanischen und deutschen Führungskräften durchgeführt wurde.

Die Zahlen sprechen für sich: 90 % der Führungskräfte haben seit Beginn der Covid-19-Krise einen Anstieg der Cyberangriffe festgestellt. Infolgedessen hat die Cybersicherheit für 70 % der IT-Abteilungen Cybersicherheit zur Priorität erklärt.

Lesen Sie auch: Die Krise dank des Digital Workplace überwinden

Die Cybersicherheit ist daher ein zentrales Thema für Unternehmen – besonders im aktuellen Kontext. Tatsächlich bietet das Homeoffice in vielen Fällen Hackern unerwartete Einfallstore. Öffnungen, die es so weit wie möglich zu vermeiden gilt…

Digital Workplace: eine Frage der Sicherheit

Der Übergang zu einer verstärkten Nutzung digitaler Angebote ist heute unvermeidlich. Der Digital Workplace, das digitalisierte Büro, das jederzeit und überall zugänglich ist, verkörpert diese digitale Transformation in idealer Weise. Gleichzeitig spiegelt er die entscheidenden Sicherheitsherausforderungen wider, die die digitale Welt mit sich bringt.

Auch wenn es keine Frage ist, darauf zu verzichten oder in Paranoia zu verfallen, steht fest, dass die Digitalisierung eines Unternehmens es Risiken aussetzt, gegen die es sich zu schützen lernen muss.

Die IT-Architektur muss daher einer besonderen Sicherheitsarbeit unterzogen werden, um:

  • WLAN-Verbindungen zu schützen;
  • Kabelgebundene Infrastrukturen zu schützen;
  • Das gesamte Netzwerk und die Peripheriegeräte abzusichern;
  • Die Daten der Mitarbeitenden und des Unternehmens zu sichern;

Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, sich Gedanken über das Hosting der Daten der Digital-Workplace-Nutzer zu machen. Es empfiehlt sich, das Hosting in Rechenzentren in Deutschland oder Frankreich zu bevorzugen, über die Sie eine bessere Kontrolle haben als über Daten, die sich im Ausland befinden. Wenn Sie beispielsweise in eine amerikanische Lösung investieren, unterliegt diese dem Cloud Act. Ihre Daten könnten damit potenziell an US-Behörden weitergegeben werden.

Insgesamt: Auch wenn viele Unternehmen zu Recht auf den Digital Workplace setzen, dürfen sie das digitale Risiko nicht vernachlässigen und müssen die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Angefangen mit der Sensibilisierung der Mitarbeitenden für Cybersicherheitsthemen.

Digital Workplace und Cybersicherheit: eine notwendige Sensibilisierung

Laut einer CESIN-Studie von 2020 sind Cyberangriffe heute in 80 % der Unternehmen ein Thema. Phishing und CEO-Betrug sind die häufigsten Angriffe. Fast alle Unternehmen (98 %) betrachten jedoch das Shadow IT – also die Nutzung von Anwendungen, die von der IT-Abteilung nicht genehmigt wurden – als das größte Cyberrisiko.

cybersecurity talkspirit

Dabei geben nur 40 % der Unternehmen an, für einen groß angelegten Cyberangriff vorbereitet zu sein. Ein Vorfall, der häufig auf einen menschlichen Fehler zurückzuführen ist:

  • 30 % der Unternehmen nennen Bedienungs- und Konfigurationsfehler eines internen Administrators;
  • 38 % zeigen mit dem Finger auf Shadow-IT-Praktiken;
  • 43 % führen Fahrlässigkeit, Bedienungsfehler oder Konfigurationsfehler seitens eines Mitarbeitenden an.

Im Bewusstsein dieser Risiken setzen immer mehr Unternehmen auf ein Cyber-Resilienz-Programm: 91 % haben es bereits eingeführt oder erwägen dies zu tun.

Zudem reichen für 9 von 10 Unternehmen Cloud-Speicherlösungen nicht aus, um Daten ausreichend zu sichern. Es ist daher unerlässlich, neue Lösungen zu erwerben, um sich gegen Cyberrisiken zu schützen.

Lesen Sie auch: Was sind die besten Digital-Workplace-Lösungen?

Um Cyberrisiken radikal zu minimieren, ist es außerdem unerlässlich, Mitarbeitende für bewährte digitale Sicherheitspraktiken zu sensibilisieren und zu schulen. Es gilt auch, die Mitarbeitenden in die Verantwortung zu nehmen und gegebenenfalls Verfahren einzuführen, um die Umsetzung der Empfehlungen zu überprüfen.

*
* *

Durch Investitionen in Weiterbildung und die Einführung sicherer Lösungen ist es durchaus möglich, Digital Workplace und Cybersicherheit miteinander zu vereinbaren. Die Einführung neuer Tools erfordert jedoch häufig eine gewisse Eingewöhnungszeit. Um den Übergang zum Digital Workplace zu erleichtern, sollten Unternehmen daher nicht zögern, professionelle Begleitung in Anspruch zu nehmen.

Bei Talkspirit helfen wir Ihnen, Ihren Digital Workplace einzurichten, und geben Ihnen alle notwendigen Ratschläge, um Cybersicherheitsrisiken in Ihrem Unternehmen zu minimieren. Kontaktieren Sie uns, um mehr zu erfahren.

¹ Hiscox Cyber Readiness Report 2020


Autor: Paul Maubareyt

Change Management
Cybersicherheit
Innovation
Neue Arbeitsmodelle
Neue Technologien
Digitale Souveränität
Digitale Transformation
ARTIKEL VERFASST VON
Talkspirit
Artikel teilen

Ähnliche Artikel entdecken