BYOD, CYOD, COPE: Welchen Ansatz wählen?

Angesichts des Aufstiegs von Homeoffice und hybrider Arbeit müssen Mitarbeitende heute überall arbeiten können.
Diese neuen Arbeitsmodelle stellen CIOs vor verschiedene Herausforderungen. Um alle Unternehmensgeräte zu verwalten und zu sichern, kommt ihnen eine ganz bestimmte Rolle zu: eine nachhaltige und agile Mobilitätsstrategie zu entwickeln. Dies erfordert die Definition klarer Richtlinien und Investitionen in Lösungen für das Mobile Device Management. Welche verschiedenen Optionen gibt es? Und wie geht man dabei vor?
Drei mögliche Modelle stehen dem CIO zur Verfügung: BYOD, CYOD, COPE.
- Das BYOD (bring your own device)
- das CYOD (choose your own device)
- Das COPE (company owned/personally enabled).
Welche Vor- und Nachteile hat jede Mobilitätsstrategie? Und welchen Ansatz sollte Ihr Unternehmen bevorzugen? Dieser Artikel verrät Ihnen alles! 😀
Bring your own device (BYOD)
In einer BYOD-Umgebung können Mitarbeitende ihre privaten Geräte nutzen, egal ob sie remote oder im Büro arbeiten. Sie können ihre Aufgaben also auf dem eigenen PC, Tablet oder Mobiltelefon erledigen.
Vorteile
Das BYOD-Modell bietet mehrere Vorteile:
- Kostengünstiger. Sie müssen Ihren Mitarbeitenden keinen Laptop oder ein Smartphone kaufen, da sie ihre eigenen Geräte nutzen. So können Sie Ihr Budget für strategisch wichtigere Projekte einsetzen.
- Weniger Schulungsaufwand. Menschen fühlen sich im Umgang mit den Geräten, die sie täglich nutzen, in der Regel wohler – und sind damit kompetenter. Wenn Sie Ihren Mitarbeitenden erlauben, auf ihren privaten Geräten zu arbeiten, müssen Sie sie nicht in neue Tools einarbeiten. Das kann ihre Effizienz steigern und hilft Ihnen, Zeit und Geld zu sparen.
Nachteile
Trotz all seiner Vorteile hat das BYOD-Modell auch einige Nachteile:
- Geringere Sicherheit. Mit einer BYOD-Richtlinie haben Sie weniger Kontrolle darüber, was Ihre Mitarbeitenden auf ihren Geräten tun. Das kann Sicherheitsprobleme verursachen, etwa das Herunterladen nicht genehmigter Apps, die sensible Unternehmensdaten gefährden könnten.
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- Mehr Aufwand für die IT-Abteilung. Der Einsatz verschiedener Geräte durch Ihre Mitarbeitenden erfordert eine Betreuung durch Ihren IT-Service. Das führt zu einem erhöhten Arbeitsaufwand. Beispielsweise muss das IT-Team mehr Zeit in Schulungen investieren, um Probleme mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Geräten zu lösen.
Choose your own device (CYOD)
Nach dem BYOD werfen wir nun einen Blick auf das CYOD! Bei einem CYOD-Modell können Mitarbeitende das Gerät aus einer vom Unternehmen genehmigten Liste wählen, das sie nutzen möchten.
Vorteile
Dieser CYOD-Ansatz bietet der IT-Abteilung mehrere Vorteile:
- Mehr Kontrolle. Wenn die IT-Abteilung die zugelassenen Geräte auswählt, kann sie deren Sicherheit und den Datenschutz besser kontrollieren. Sie kann beispielsweise anfällige Geräte ausschließen und die Verwendung sichererer Geräte vorschreiben.
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- Weniger zu betreuende Geräte. Die ausschließliche Nutzung von IT-genehmigten Geräten reduziert die Arbeitsbelastung des IT-Teams. Es wird weniger Zeit für Schulungen und Benutzerunterstützung aufgewendet. Das ermöglicht eine bessere Supportqualität für alle genehmigten Geräte.
Nachteile
Genau wie das BYOD ist auch das CYOD nicht ohne Nachteile:
- Mehr Schulungsaufwand für Mitarbeitende. Wenn Sie Ihre Mitarbeitenden auffordern, ihr Gerät aus einer genehmigten Liste zu wählen, ist es so gut wie sicher, dass einige von ihnen das betreffende Gerät noch nie zuvor verwendet haben. Sie müssen sie daher im richtigen Umgang damit schulen.
- Zusätzliche Kosten. Sie müssen ihnen auch die Geräte zur Verfügung stellen, die Sie für ihre Arbeit vorgesehen haben, was Ihr Budget belasten kann. Wenn Sie beispielsweise möchten, dass alle Ihre Mitarbeitenden Android-Smartphones nutzen, können Sie nicht alle iPhone-Nutzenden im Unternehmen dazu verpflichten, selbst ein neues Telefon zu kaufen. Es liegt an Ihnen, ihnen ein anderes Gerät bereitzustellen.
Company owner/personally enabled (COPE)
Nachdem wir BYOD und CYOD betrachtet haben, kommen wir nun zu COPE. Das COPE-Modell bezieht sich in der Regel auf mobile Endgeräte. Das Unternehmen stellt ein einziges mobiles Gerät für die berufliche und private Nutzung bereit. Auf diese Weise müssen Mitarbeitende nicht zwischen zwei verschiedenen Telefonen hin- und herwechseln.
Vorteile
Der COPE-Ansatz kann eine ausgezeichnete Lösung sein – sowohl aus Sicht der Mitarbeitenden als auch aus Sicht der IT-Abteilung! Hier ist der Grund:
- Kein Jonglieren mit zwei Mobiltelefonen. Die meisten Mitarbeitenden möchten sich keine Gedanken darüber machen, was sie auf zwei verschiedenen Telefonen tun. (Werden sie beispielsweise gerügt, wenn sie auf ihrem Diensttelefon einen privaten Anruf tätigen – oder umgekehrt?) Ein einziges Mobiltelefon für alle privaten und beruflichen Bedürfnisse kann die Dinge für Ihr Team vereinfachen.
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- Bessere Kommunikation. Wenn Mitarbeitende zwei Mobiltelefone nutzen, sind sie möglicherweise weniger reaktionsschnell. Sie schauen beispielsweise häufiger auf ihr privates Telefon und verpassen eine wichtige E-Mail oder SMS auf ihrem Diensttelefon. Indem Sie die Nutzung ihrer mobilen Geräte rationalisieren, bleiben Sie mit Ihrem Team in Verbindung und können schneller und effizienter kommunizieren.
- Mehr Kontrolle. Wenn Sie die mobilen Geräte Ihrer Mitarbeitenden bereitstellen, haben Sie eine bessere Kontrolle darüber, was sich auf ihrem Mobiltelefon befindet und wie sie es nutzen können (z. B. durch das Sperren bestimmter Apps), was das Gerät sicherer machen kann.
Nachteile
Das COPE-Modell hat jedoch auch einige Nachteile:
- Schutz der Privatsphäre der Mitarbeitenden. Ein unternehmenseigenes Telefon, das auch privat genutzt wird, kann bei manchen Mitarbeitenden ein Unbehagen auslösen. Einige werden es möglicherweise nicht schätzen, dass ihr Unternehmen auf ihre privaten Fotos, E-Mails oder SMS zugreifen kann.
- Steigende Kosten für das Unternehmen. Bei einem COPE-Modell ist das Unternehmen Eigentümer des Telefons, was bedeutet, dass Sie in die Geräte Ihrer Mitarbeitenden investieren müssen. Sie müssen außerdem zumindest einen Teil (wenn nicht sogar die gesamten) Mobilfunkkosten Ihrer Mitarbeitenden übernehmen.
Abschließendes Fazit: Welchen Ansatz wählen?
Es ist klar, dass BYOD, CYOD und COPE alle ihre Vor- und Nachteile haben. Die Frage ist also, welchen Ansatz Ihr Unternehmen wählen sollte.
Leider gibt es keine universelle Antwort für alle Organisationen. Was für ein Unternehmen die ideale BYOD-Lösung sein kann, birgt für ein anderes zu viele Sicherheitsrisiken. Ebenso kann CYOD für Unternehmen A ein guter Kompromiss sein, erscheint aber den Mitarbeitenden von Unternehmen B möglicherweise zu einschränkend. Und wenn COPE für ein Unternehmen die perfekte mobile Lösung sein kann, erweist es sich für ein anderes als zu kostspielig.
Der beste Weg, um zu entscheiden, welchen Ansatz Sie wählen, besteht darin, die Bedürfnisse Ihres Unternehmens und Ihrer Teams zu bewerten und dann das am besten geeignete Modell zu wählen. Zum Beispiel: Ist Sicherheit Ihr Hauptanliegen? In diesem Fall könnten Sie erwägen, CYOD dem BYOD vorzuziehen. Wenn Sie jedoch keine großen Mengen sensibler Daten verarbeiten und Kosten sparen möchten, könnte BYOD besser zu Ihnen passen.
Letztendlich sind Sie als CIO derjenige, der über die zu verfolgende Mobilitätsstrategie entscheidet. Jetzt, da Sie die Vor- und Nachteile von BYOD, CYOD und COPE kennen, verfügen Sie über alle notwendigen Informationen, um die beste Entscheidung für Ihre Organisation zu treffen.
Fazit
Die Wahl zwischen BYOD, CYOD und COPE hängt weitgehend von den spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens sowie Ihren Zielen in Bezug auf Sicherheit, Produktivität und Flexibilität ab. Es ist unerlässlich, die Vor- und Nachteile jedes Ansatzes sorgfältig abzuwägen, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Eine neue Herausforderung für CIOs! Unabhängig von der gewählten Option ist es wichtig, robuste Richtlinien und Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Unternehmensdaten einzuführen.
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