[Remote Work] Wie erhält man tägliche Motivation?

Seit gerade einer Woche, manchmal auch länger, arbeitet eine Reihe von uns von zu Hause aus. Jeden Tag. Ohne es gewählt zu haben. Ganz schöner Umgebungs-, Umfeld- und manchmal Rhythmuswechsel (besonders für diejenigen, die 1 Stunde Fahrt morgens und abends hatten!). Für manche zum Schlechten, für andere zum Besseren: Wir sind hier im Remote Work. Remote Work ist ein bisschen das Eindringen des Berufslebens ins Privatleben und daher ein neues Gleichgewicht "Beruf / Privatleben" zu definieren. Neben dem Partner, der auch sein Gleichgewicht sucht. Neben den Kindern (ohne Schule!), die man verwalten und betreuen muss. Und umgeben von Haushaltsaufgaben, die uns fast ganztags beschäftigen könnten. Also wie behält man seine tägliche Motivation und findet dieses Gleichgewicht, das wirklich eine Herausforderung sein kann?
Da wir hören, was in den Medien gesagt wird, besteht "erzwungenes Remote Work" die Chance, viel länger zu dauern als anfangs geplant... Hier sind unsere 5 besten Tipps zum Durchhalten.
Lesen Sie auch: Wirksame Tipps und Tricks zum Einstieg ins Remote Work
1. Erstellen Sie eine neue Morgenroutine
Wir Menschen sind von Gewohnheiten geprägt. Um den Rhythmus und die Lebensweise zu ändern, muss man daher neue Gewohnheiten, neue Rituale, eine neue Routine schaffen:
- "Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper": Morgens, kurz nach dem Aufwachen, beginnen Sie mit etwas Bewegung. Liegestütze, Kniebeugen, Burpees oder Rumpfstabilisierungsübungen; Sie brauchen nicht in den Kommando-Modus zu gehen, ein paar Sätze reichen. Hier sind einige gute Tipps von einem Physiotherapeuten auf YouTube, sonst schauen Sie sich Virtuagym an, eine Wellness-Software für Unternehmen.
- Dann stehe auf, mache dich fertig und kleide dich an (vollständig!), als würdest du an einem normalen Arbeitstag ins Büro gehen. Eine "Vorbereitung" ist wichtig, denn unser Gehirn braucht oft einen Rahmen/Kontext, um sich auf Arbeit einzustellen.
- Dann nimm dir Zeit für ein ordentliches Frühstück (kein Frühstück am Computer!).
- Abschließend gönne dir eine schnelle – aber wirksame – Musikpause, die letzte vor dem Start; du kannst dich für beruhigende Musik (mit geschlossenen Augen) oder eher … energiegeladene Musik (mit geballter Faust) entscheiden.
2. Schütze deine Klarheit, belüfte deinen Geist

Um langfristig effizient zu bleiben, muss sich ein "Remote Worker" selbst schützen: seine Arbeitsphasen schützen und seine Entspannungsphasen schützen.
- Lärm: halte dich von allen äußeren Störungsquellen fern (wenn mehrere zu Hause sind, schließe die Tür des Arbeitszimmers; wenn du neben einer Feuerwache wohnst, nutze Ohrstöpsel)
- Unterbrechungen / Benachrichtigungen: deaktiviere alle deine nicht-beruflichen Benachrichtigungen (Medien, persönliche E-Mails, persönliche Messaging) und bitte die anderen Bewohner des Hauses höflich, dich in Ruhe zu lassen
- Nachrichten: gib dir Zeit, zu festen Zeiten Nachrichten zu lesen und zu schauen (besonders während dieser COVID-19-Krise, wo Nachrichten ständig und oft süchtig machend sind!)
- Mahlzeiten: nimm dir Zeit zum Mittagessen und nicht an deinem Schreibtisch; wenn möglich, gehe in einen anderen Raum und iss mit anderen
- parasitäre Gedanken: notiere sie den ganzen Tag über auf einen Notizblock, um sie zu entlasten … ohne sie zu vergessen!
- Pausen : idealerweise Musikpausen machen, ohne etwas anderes zu tun, als sich zu entspannen und deinen Geist wandern zu lassen. Vermeide besonders die Facebook-Pause oder die Fernseh-Pause: das belüftet den Geist nicht … ganz im Gegenteil. Auf jeden Fall: stehe vom Stuhl auf und geh ein paar Schritte!
3. Organisiere deine Zeit
Der Rhythmus, alles hängt vom Rhythmus ab! Also um über den Tag hinweg effizient zu sein, aber auch um deine Gesundheit, dein Wohlbefinden und dein Privatleben (und Familienleben) zu schützen, nimm dir Zeit, deinen Zeitplan zu planen und dich daran zu halten (nicht nur für das Tagesende!).
- Start: plane einen festen Zeitpunkt für jeden Tag und halte dich daran
- Pausen: plane sie zu festen Zeiten für jeden Tag und halte dich daran; 2 oder 3 mal am Tag, und etwa 5-10 Minuten Dauer, nicht mehr
- Mittagessen: plane einen festen Zeitpunkt (Anfang und Ende) für jeden Tag und halte dich daran
- Tagesende: setze diesen Zeitpunkt im Voraus fest und halte dich daran
Lesen Sie auch: [Coronavirus] 18 unverzichtbare Lösungen zum Einstieg ins Remote Work
4. Erstelle einen Arbeitsplan
Du weißt im Großen und Ganzen (oder sehr präzise), was dein Manager von dir erwartet. Dann überlasse es dir, in welcher Reihenfolge und wie du vorgehen wirst.
- zu erledigende Aufgaben: erstelle eine todo list für die ganze Woche, die du dann jeden Morgen für den anstehenden Tag aufschlüsselst. Das ist das Erste, was du jeden Morgen machst, wenn du dich am Schreibtisch hinsetzt.
- Realismus: setze dir ehrgeizige aber erreichbare Ziele für Tag, Woche oder Monat; es nützt nichts, sich selbst zu enttäuschen. Passe bei Bedarf im Verlauf an
- Konzentration: wechsle zwischen Aufgaben ab, die tiefe Konzentration erfordern und eher mechanischen Aufgaben; du wirst am effizientesten sein, wenn du dir Luft machst.
- Vergnügen: wechsle zwischen Aufgaben ab, die du am liebsten machst, und denen, die du am wenigsten magst; du schaffst es, alles voranzutreiben, indem du dir "Belohnungen" gönnst
5. Pflege die Beziehungen
Räumliche Distanz sollte niemals mit Ablösung oder Entmenschlichung gleichgesetzt werden. Wie du es normalerweise im Büro, in der Kantine oder an der Kaffeemaschine tust, nimm dir Zeit, deine Beziehungen zu anderen zu pflegen.
- mit deinem Manager / Vorgesetzten: plane systematische regelmäßige Punkte von 30 bis 45 Minuten jede Woche; öfter wenn möglich; lege sie für die nächsten 2 Monate in den Kalender fest, versende Einladungen;
- mit deinem Team (wenn du selbst Manager bist): mache dasselbe mit deinen Direkten Mitarbeitern wie mit deinem eigenen Vorgesetzten
- bevorzuge mündliche Kommunikation und Videokonferenzen: führe so viel wie möglich direkte Austausche durch, d.h. per Telefon oder – noch besser! – per Videokonferenz; das ist viel wärmlicher und effizienter als E-Mail; sich sehen ist sehr wichtig, um den Kontakt aufzulockern und um zu diskutieren.
- schriftlich: behalte E-Mails für Zusammenfassungen und Informationsweitergabe bei; achte bei deinen Austauschtypen auf prägnante Sätze, da sie sie schriftlich manchmal trocken machen … und unangenehm; kurz gesagt, sei höflich; deine Mitarbeitenden werden dir dafür unendlich dankbar sein.
Zum Herunterladen: Methodisches Merkblatt: 8 Schlüsselschritte zur richtigen Wahl deiner Kollaborations-Plattform
*
* *
Wir hoffen, dieser Artikel wird dir helfen. 💡 Wenn du Erfahrungsberichte oder andere Tipps hast, um Menschen zu helfen, die im Remote Work sind, zögere nicht, sie uns zu schicken: marketing@talkspirit.com.
Möchtest du mehr Best Practices entdecken, um die Motivation beim Remote Work zu erhalten? Schaue dir unser Whitepaper über Hybridarbeit (Mix aus Präsenz und Remote Work) an:
Zum Whitepaper
In unserem Whitepaper "Zukunft der Arbeit: Platz für Hybridarbeit! , entdeckst du: die 8 Hauptherausforderungen der Hybridarbeit; Best Practices, die vom Manager, von HR, von interner Kommunikation, von der IT und von Mitarbeitenden zu übernehmen sind; sowie die Werkzeuge, die man einrichten muss, um Hybridarbeit zu erleichtern.
–
Autor: Benoît Renoul
Ähnliche Artikel entdecken

Warum Wandel nicht anhält, mit Nick Osborne
Warum halten organisationale Veränderungen nicht an? In diesem Interview erklärt Nick Osborne, warum die Verbesserung von Rollen, Entscheidungsfindung und Zusammenarbeit oft nur kurzfristige Wirkung zeigt – ohne dauerhafte Transformation – und was sich wirklich in der Tiefe abspielt.

