Organisatorische Transformation

Wie gibt man konstruktives Feedback im Team?

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Feedback zu geben und zu empfangen ist ein wirksames Instrument, um ein Team weiterzubringen. Aber wie formuliert man es effektiv?

Laut der Harvard Business Review ist es nicht allein Aufgabe der Führungskräfte, Feedback zu geben. Der Artikel zitiert Mary Shapiro, Dozentin am Simmons College und Autorin von: HBR Guide to Leading Teams, die erklärt: „Sie können nicht die einzige Person sein, die alle zur Verantwortung zieht, weil Sie nicht alles beobachten können, was passiert."

Wie formuliert man effektives Feedback, um sein Team weiterzubringen?

Bevor man konstruktives Feedback gibt, sollten einige wesentliche Punkte beachtet werden:

→ Fragen Sie die Person, ob sie für ein Vier-Augen-Gespräch verfügbar ist

Es ist sehr wichtig zu überprüfen, ob die Person, der Sie Feedback geben möchten, verfügbar und bereit ist, es zu dem betreffenden Thema zu empfangen. Manche schätzen es, vorher informiert zu werden und/oder

→ Konzentrieren Sie sich auf Handlungen, nicht auf die Person

Es ist grundlegend zu lernen, Dinge zu formulieren, ohne anklagend zu wirken. Laut der Universität Waterloo ist ausgewogenes Feedback der Schlüssel zu einem konstruktiven Austausch: „Beginnen Sie damit, spezifische Stärken hervorzuheben. Dies stärkt das Vertrauen und zeigt, was die Person weiterhin tun sollte. Identifizieren Sie dann konkrete Verbesserungsbereiche und konkrete Ansätze. Schließen Sie mit einer positiven Note ab."

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→ Seien Sie präzise in Ihrer Formulierung

Geben Sie konkrete Beispiele für Verhaltensweisen oder Handlungen, die verbesserungswürdig sind, und vermeiden Sie vage Kommentare, die dem Gespräch nichts bringen.

Zum Beispiel: Deine Rede war ausgezeichnet, du hast laut gesprochen und gut pausiert. Die Position deiner Hände und deine Körperhaltung waren etwas ungeordnet und könnten das Publikum abgelenkt haben, aber mit etwas Übung kannst du das verbessern. Weiter so!

Zu vermeiden: Deine Körperhaltung war katastrophal, du machst immer dasselbe. Abgesehen davon war alles gut.

→ Bleiben Sie realistisch in Ihren Erwartungen

Es ist völlig sinnlos, Feedback zu Aspekten zu geben, die die Person nicht ändern kann. Konzentrieren Sie sich auf umsetzbare Punkte, bei denen sie mit Übung Fortschritte machen kann.

In unserem obigen Beispiel: Wir haben Feedback zu Körperhaltung und Gestik gegeben – das sind Aspekte, die die Person mit Übung und Bewusstsein verbessern kann.

Was man nicht sagen sollte: Deine Körperhaltung war während deiner Rede so schlecht, dass ich nicht glaube, dass die Leute dem, was du gesagt hast, Aufmerksamkeit geschenkt haben.

→ Bieten Sie kontinuierliche Unterstützung an

Konstruktives Feedback an eine Kollegin oder einen Kollegen zu geben ist ein kontinuierlicher Prozess. Es empfiehlt sich, regelmäßig mit der betreffenden Person nachzuhaken, um zu sehen, ob sie bei den identifizierten Punkten Fortschritte gemacht hat. Zeigen Sie ihr, dass Ihnen ihre Entwicklung am Herzen liegt und dass die angesprochenen Punkte für Sie weiterhin wichtig sind.

Die Vorteile von konstruktivem Feedback: Warum es in Ihrer Organisation fördern?

Laut T-Three, „Feedback ist das Frühstück der Champions." Es gibt uns die Energie, voranzukommen, und ist der Treibstoff, den ein Team braucht, um sein Bestes zu geben.

→ Es bietet Einzelpersonen und Teams einen tiefen Einblick in ihr Potenzial, ihre Stärken und ihre Verbesserungsbereiche.

Feedback stärkt die Kommunikation innerhalb des Teams, indem es den Ideenaustausch, gegenseitige Rückmeldungen und die Neuausrichtung von Aktionsplänen fördert.

→ Regelmäßiges und konstruktives Feedback hilft Mitarbeitenden, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Und im aktuellen Kontext hybrider Arbeit, in dem viele remote arbeiten, ermöglichen diese Rückmeldungen Teams auch, ihre Strategien und Ziele neu auszurichten.

→ Vergessen Sie nicht, Bemühungen und Erfolge anzuerkennen.

Anerkennung ist genauso wichtig wie korrigierendes Feedback. Die Bemühungen einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters hervorzuheben zeigt ihr bzw. ihm, dass gute Arbeit geleistet wird. Nicht alles sollte sich auf Verbesserungsbereiche beschränken: Kollektive Erfolge zu feiern steigert die Motivation und das Engagement jedes Einzelnen.

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Wie ermutigt man Teams, Feedback zu geben?

Feedback geben ist eine erlernbare Kompetenz. Manche Menschen sind von Natur aus damit vertraut, für andere ist es ein schrittweiser Lernprozess.

Wie etabliert man eine Feedbackkultur innerhalb eines Teams?

T-Three betont in einem Artikel, dass die Schaffung eines psychologisch sicheren Raums unabdingbar ist, damit sich jeder frei ausdrücken kann. Dies kann durch regelmäßige Gruppenrunden geschehen, um die Stimmung sowohl auf beruflicher als auch auf persönlicher Ebene zu erfassen. Ermutigen Sie die Teammitglieder, ihre Perspektive zu teilen, damit sie sich daran gewöhnen, ihre Meinungen zu äußern.

Eine weitere Option ist die Einführung eines anonymen Feedbacksystems. Teams fühlen sich wohler dabei, ihre wahre Meinung zu einem Thema oder der Organisation insgesamt zu teilen. Dies bereitet sie auch darauf vor, regelmäßig Rückmeldungen zu formulieren.

Als Organisation: Wie sammelt man Feedback, um sich weiterzuentwickeln?

→ Befragen Sie Ihre Mitarbeitenden

Erstellen Sie gezielte Umfragen, um Rückmeldungen zu Themen zu erhalten, die Ihnen wichtig sind.

→ Führen Sie Austrittsgespräche durch

Mitarbeitende, die die Organisation verlassen, haben oft Wichtiges zu sagen. Warum gehen sie? Was hat ihnen gefallen? Was sind nach ihrer Einschätzung die Verbesserungsbereiche der Organisation?

→ Organisieren Sie Einzelgespräche

Ein vertraulicher Austauschraum zu schaffen ermöglicht es Mitarbeitenden, sich frei zu äußern, sich gehört zu fühlen und die Bindung zu ihrer Führungskraft zu stärken.

→ Führen Sie Umfragen zur Arbeitsumgebung durch

Die Meinung Ihrer Teams zu ihrem Arbeitsumfeld zu kennen ist entscheidend für die Mitarbeitendenbindung und das Engagement.

Feedback ist keine angeborene Kompetenz, aber es ist eine Kompetenz, die wir alle lernen müssen auszuüben — sowohl als Gebende als auch als Empfangende. Konstruktive Rückmeldungen zu formulieren hilft nicht nur Teams, sich weiterzuentwickeln, sondern stellt auch eine echte Strategie dar — richtig angewendet — im Dienst der Organisation. Um immer voranzukommen und sich zu verbessern.

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