Governance

Der komparative Vorteil der X-Teams: Beobachtungen von 2002

ARTIKEL VERFASST VON
Selena Hernandez
LESEDAUER
3
Minuten

Das aktuelle Umfeld erfordert eine neue Art von Team – ein Team, das die Beziehung zu Stakeholdern betont und sich leicht an flachere Organisationsstrukturen, sich entwickelnde Informationen und wachsende Komplexität anpasst.

Die Autoren dieses Artikels beobachteten echte Teams, um die Charakteristiken zu verstehen, die machen, dass ein Team in modernen und flachen Organisationen funktioniert. Sie nennen es das X-Team, das Gegenstück zu hochleistungsfähigen Teams in traditionellen Unternehmen. Obwohl diese Forschung Anfang der 2000er Jahre veröffentlicht wurde, beantwortet sie immer noch heute einige Herausforderungen, denen sich Teams gegenübersehen. Nach Ansicht der Autoren sind hier die Komponenten, die den Erfolg eines X-Teams ausmachen:

  1. Externe Aktivität: Mitglieder müssen in der Lage sein, Beziehungen über die Grenzen des Teams hinweg zu verwalten, sich in die politischen, informationstechnologischen und betrieblichen Strukturen einzubinden, die sie umgeben. Diese Rolle ist nicht dem Anführer vorbehalten: Jedes Mitglied kann sie zu einem bestimmten Zeitpunkt übernehmen.
  2. Botschafteraktivität: Die Fähigkeit, das Projekt (und das Team) innerhalb der Organisation zu fördern, besonders gegenüber höheren hierarchischen Ebenen.
  3. Überwachung: Relevante Informationen innerhalb der Organisation und in der Branche sammeln. Ein wichtiger Aspekt ist die Menge der gesammelten Informationen, ein Überschuss kann dem Team schaden.
  4. Aufgabenkoordination: Die Koordinationsaktivität beinhaltet, andere Gruppen zu mobilisieren und anzutreiben, ihre Verpflichtungen einzuhalten, damit das Team seine Fristen einhalten und den Arbeitsfluss aufrechterhalten kann.
  5. Erweiterte Links : Teamkollegen benötigen schwache und starke Verbindungen nach außen. Schwache aber zahlreiche Verbindungen sind nützlich, zum Beispiel wenn Teams Wissen und Fachkompetenz mobilisieren müssen, die im Unternehmen verfügbar sind. Starke Verbindungen hingegen fördern ein höheres Maß an Zusammenarbeit und den Transfer komplexen Wissens – sie werden über längere Zeit hinweg aufgebaut.
  6. Erweiterbare Ebenen: X-Teams funktionieren auf drei verschiedenen Ebenen, die verschiedene Arten von Zugehörigkeit schaffen – die zentrale Ebene, die operative Ebene und die periphere Ebene – und Mitglieder können Verantwortung auf mehreren Ebenen übernehmen.
  7. Flexible Zusammensetzung: Die Zusammensetzung des Teams ist flüssig: Personen können im Laufe seines Bestehens dem Team beitreten oder es verlassen, oder sich zwischen seinen verschiedenen Ebenen bewegen.
  8. Ausführungsmechanismen: Die internen Prozesse des Teams sind ebenfalls wichtig. Klarheit der Rollen, Koordination und Kommunikation sind essentiell für seinen Erfolg.

💡 Zu lesender Artikel: Wie beeinflusst Führung die Leistung eines Teams?

Referenz: Ancona, D. ; Bresman, H. & Kaeufer, K. (2002). The comparative advantage of X-Teams. MIT Sloan Management Review, Spring, 33-39.

Unternehmenszweck
ARTIKEL VERFASST VON
Selena Hernandez
Artikel teilen

Ähnliche Artikel entdecken